Parvovirose
Die Parvovirose wird durch das canine Parvovirus verursacht. Die Parvovirose ist eine schwere Krankheit, die tödlich verlaufen kann. Ende der 70er Jahre erkrankten zum ersten Mal zahlreiche Hunde an der Parvovirose. In der Schweiz wird diese Erkrankung nicht häufig, aber immer wieder festgestellt.
Der Erreger ist sehr resistent; er kann in der Umgebung eines Hundes bis zu einem Jahr lang überleben. Infizierte Hunde scheiden Parvoviren in hohen Mengen mit dem Kot aus. Virushaltiger Kot ist daher die Hauptursache für die Ansteckung und Verbreitung der Krankheit. Ihr Hund kann angesteckt werden, wenn er in Kontakt mit infiziertem Kot gerät, kranke Artgenossen beschnüffelt oder mit ihnen spielt.
Sie können Ihren Hund indirekt anstecken, wenn z.B. infizierter Kot an Ihren Schuhen haftet oder Sie andere Hunde streicheln und anfassen. So tragen Sie die Viren weiter, ohne es zu merken.
So äussert sich die Krankheit
Die Parvovirose bricht 3 bis 7 Tage nach der Ansteckung aus. Sie beginnt mit Fieber und Mattigkeit. Die Hauptsymptome sind dann massives Erbrechen und starker, oft blutiger Durchfall.
Besonders anfällig auf Parvovirose sind Welpen: Über 80 Prozent der Welpen sind im Alter von sechs Wochen nicht mehr ausreichend gegen Parvovirose geschützt. Bei Welpen verläuft die Parvovirose hoch akut und häufig tödlich. Mit intensiver und aufwändiger Therapie kann jedoch ein Grossteil der Welpen gerettet werden.
Im Krankheitsfall können nur die richtigen Hygienemassnahmen und eine gründliche Desinfektion die Verbreitung der Viren verhindern. Erkrankte Hunde brauchen sofort tierärztliche Intensivbehandlung und müssen von anderen Tieren isoliert werden.
Da es gegen das Parvovirus selber keine Medikamente gibt, können nur Symptome bekämpft werden. Wichtig ist daher die Prävention: Jeder Hund sollte gegen Parvovirose geimpft sein. Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt.



