Influenza
Die Influenza, auch Pferdegrippe genannt, ist die meist verbreitete Infektionskrankheit beim Pferd. Sie wird durch Influenza-A-Viren verursacht und ist hoch ansteckend. Seuchenhafte Ausbrüche sind keine Seltenheit, weltweit werden jährlich mehrere registriert.
Influenza wird von Pferd zu Pferd übertragen. Die Viren setzen sich hauptsächlich im Atmungstrakt fest. Hustet ein infiziertes Pferd, kann das so ausgeschiedene Virus bis 35 Meter weit gelangen. Nach zwei bis drei Tagen können alle Stallgenossen infiziert sein.
So äussert sich die Krankheit
Erste Krankheitsanzeichen der Influenza treten 2 bis 3 Tage nach der Ansteckung auf. Das erkrankte Pferd ist zunächst matt und hat keinen Appetit mehr. Das Tier hat Fieber, welches bis zu 42°C steigen und schubweise auftreten kann. Weitere Symptome sind starker, trockener Husten, gerötete Nasenschleimhäute, Nasenausfluss, Bindehautentzündung und vergrösserte Lymphknoten.
Während dieser Zeit ist das Pferd besonders empfindlich gegenüber Staub, Schadstoffen (Ammoniak, Ozon) und bakteriellen Erregern von Atemwegserkrankungen. Als Komplikationen können unter anderem eine akute Lungenentzündung sowie chronische Spätfolgen auftreten. Daher sollten Sie Ihrem Pferd für jeden Tag Fieber eine Woche Ruhe gönnen.
Renn- und Sportpferde brauchen nach einer Influenza-Erkrankung mehrere Wochen Ruhe, bis sie wieder trainiert werden können.
So schützen Sie Ihr Pferd
Gegen Pferdeinfluenza kann geimpft werden. Ungeimpfte Pferde und Fohlen müssen zuerst grundimmunisiert werden. Der Impfschutz wird dann durch regelmässige Wiederholungsimpfungen aufrechterhalten. Influenzaviren ändern, ähnlich den Grippeviren beim Menschen, ihr Äusseres und werden dann vom Immunsystem möglicherweise nicht mehr erkannt. Deshalb sollte ein Impfstoff verwendet werden, der gegen die aktuellen Krankheitserreger schützt.
Jedes Pferd sollte gegen die Pferdegrippe geimpft sein. In der Schweiz müssen alle Pferde, die an Turnieren teilnehmen, gegen Influenza geimpft sein. Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.



